Wie

Wie

1. Grundsätze

Unser Tätigkeitsgebiet ist die Holzbearbeitung, das Schreinern, und insbesondere der Wagenbau, sowie die Organisation im Kollektiv und die nachhaltige Nutzung von Ressourcen und Rohstoffen. Wir stellen dauerhafte Objekte her, die einen hohen Gebrauchswert haben.

Wir möchten bei der Umsetzung und bei der Realisierung von Ideen Hand bieten und solide Arbeit leisten, die die Bedürfnisse der Nutzer*innen aufnimmt und auf das Wesentliche beschränkt ist.

Wir berücksichtigen möglichst die ganze Wertschöpfungskette. Beim Massivholz bedeutet dies, dass wir vom Wald/Baum, bzw der Rohware bis zum gebrauchsfertigen Objekt den ganzen Prozess bei Halbfabrikaten achten wir auf die Herkunft und Produktion derselben.

Die Auswahl der Materialien treffen wir nach baubiologischen Grundsätzen. Ebenso achten wir auf eine einwandfreie Qualität und Herkunft der Werkstoffe. Wir versuchen den Ressourcenverbrauch zu reduzieren und streben eine möglichst hohe Ressourceneffizienz an.

2. Hintergrund


Bei der Ausführung der Arbeiten achten wir besonders auf den sorgfältigen Umgang mit den zu verarbeitenden Materialien. Wir praktizieren klassisches Handwerk und sind stets bemüht das bestmögliche Resultat zu­ erreichen und qualitativ hochstehende Objekte zu schaffen. Wobei Subsistenz, Nachhaltigkeit und Respekt für uns eine Zent­rale Rolle spielen.

Die Auswahl der Materialien treffen wir nach baubiologischen Grundsätzen. Ebenso achten wir auf eine einwandfreie Qualität und Herkunft der Werkstoffe. Wir Verwenden vorwiegend Massivholz. Dieses beziehen wir direkt aus den umliegenden Wäldern und bei den Sägewerken in der näheren Umgebung, in einem Umkreis von ca. 30-40 km. Hauptsächlich verwenden wir bei den Laubhölzern Esche, Eiche, Pappel, Hainbuche, Erle, Birnbaum und Nadelhölzer vor allem Lärche, Tanne oder Fichte. Bei den Plattenmaterialien, Holzwerkstoffen, Eisenwaren und Hilfsmitteln achten wir auf die Herkunft der Rohstoffe und eine Zertifizierung nach FSC oder PEFC. Des Öfteren verwenden wir reziklierte Bauteile. Zur Oberflächenbehandlung verwenden wir biologische Farben aus nachwachsenden Rohstoffen. Wir verwenden hauptsächlich Oele, Lasuren und Oelfarben. Die Basis dieser Produkte ist Leinöl. Unser Betrieb ist bewusst nicht zertifiziert, da diese Label nicht über alle Zweifel erhaben sind und wir diese Richtlinien freiwillig mehr als erfüllen.

2.1. Vom Baum im Wald zum Holz als primärer Rohstoff für den Wagenbau

Holz ist das Rohmaterial aus dem wir unsere Objekte herstellen. Wir verwenden in erster Linie Massivholz aus den umliegenden Wäldern. Dies tun wir aus Überzeugung.

Beim Wagenbau sind das Esche für die Grundkonstruktion, Pappel für die Unterdachschalung, Tanne oder Lärche für die Aussenschalung, Eiche für die Einfassungen oder für die Fenster. Viele weitere Holzarten finden beim Wagenbau Verwendung. So zum Beispiel Buche für die Böden, Ahorn oder Kirschbaum für die Innenausstattung oder Möblierung.  An Stellen an denen wir zB aus konstruktiven Gründen kein Massivholz verwenden können  setzen wir Plattenmaterialien ein. diese sind FSC zertifiziert und kommen aus den umliegenden europäischen Ländern. Exotenhölzer oder solche mit unklarer herkunftsdeklaration verwenden wir grundsätzlich nicht. Gründe dafür gibt es unzählige. So zum Beispiel in der Ukraine: https://www.prolongomai.ch/publikationen/brief-aus-dem-wald/

Im Anschluss ist mit einigen Bildern der Ablauf vom Baum zum Brett illustriert.

3. Bedingungen

Merkblatt Genossenschaft HOLZLABOR und Nutzungsbedingungen

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Gerne möchten wir die werkstatt interessierten menschen zur verfügung stellen und sie mit ihnen teilen. Damit dies möglichst zufriedenstellend für alle beteiligten vonstatten geht, gibt es einige punkte zu berücksichtigen. Wir bitten Dich das merkblatt sorgfältig durchzulesen und es sinngemäss umzusetzen. Melde dich bei unklarheiten oder fragen bitte direkt bei der zuständigen person.

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allgemein:

periodisch gibt es eine organisationssitzung, an der die wichtigsten informationen ausgetauscht und koordiniert werden. Die folgenden Punkte sind zu berücksichtigen.

> allen anwesenden respektvoll begegnen

> der einrichtung sorge tragen

> sorgfältig mit den materialien umgehen

> die plätze so verlassen, dass andere nicht erst aufräumen müssen

> jeder gast/ jede mitarbeiter*in hat eine bezugsperson , die die wichtigsten informationen vermittelt

> autos auf dem parkplatz parkieren

> es gilt ein rauchverbot in allen räumen, kippen bitte in behältern/ aschenbechern entsorgen!

bei den eingängen befinden sich feuerlöscher

> offizielle werkstatt arbeitszeit
montag – freitag: 8h – 18h nb. ausserhalb dieser zeiten kann die werkstatt ebenfalls genutzt werden.
Nachtruhe etc berücksichtigen.

> maschinenbenutzung NUR mit entsprechenden kenntnissen oder entsprechender einführung.
gilt für alle stationärmaschinen; vor allem für kelhlmaschine & kettenstemmer sowie sägenblatt wechseln

> angestellte sind SUVA versichert
die versicherung für nicht-angestellte ist sache jeder einzelnen person

> hobelbänke und maschinen müssen immer frei sein
abschnitte und resten umgehend verräumen, bzw korrekt entsorgen

> werkzeuge nach gebrauch an ihren platz

> inklusive pinsel > reinigen!, farben, hilfsmittel

> brennholz und Abschnitte kleinschneiden, in harassen/ kisten füllen und deponieren.

zusammenleben:

> es ist erwünscht sich am zusammenleben zu beteiligen

> der znüni findet ca 09:30 statt informationen können da ausgetauscht werden

> mithilfe in der küche ist erwünscht.

beteiligung:

> jede person die regelmässig/längerfristig in der werkstatt tätig ist, ist gebeten einen dienst zb. Recycling etc zu übernehmen.

benutzung der werkstatt:

> auftragsarbeiten des holzlabors haben priorität.

> stationärmaschinen dürfen nur nach absprache und sorgfältiger anleitung oder unter aufsicht des fachpersonals in betrieb genommen werden

> die maschinenstunde kostet 10.- für mitglieder (nicht-mitglieder 20.-/stunde)für eine lägerfristige nutzung kann ein pauschaler nutzungsbetrag festgelegt werden.

> sicherheit/versicherung ist sache jeder/jedes einzelnen (angemessene schutzkleidung, zusammengebundene haare,…) werkzeuge nach der arbeit an vorgesehenen platz verräumen

> die werkstatt nach der arbeit aufräumen und reinigen

> Privates Baumaterial und Werkzeug wird an einem gemeinsam bestimmten Ort gelagert.

benutzung büro:

> während bürozeiten benutzungsbedarf bitte absprechen

> das internet ist auf absprache frei benutzbar (pw am anschlagbrett)

> telefonate werden direkt in die spendenkasse im Büro bezahlt.

recycling und abfall:

> altmetall, papier, glas usw kommt in kisten bei der sammelstelle

> karton kommt in den gelb-braunen container. schachteln zusammenfalten

restmüll in container (mittwoch abfuhrtag; bitte mitdenken, diesen an die strasse zu stellen)

> hobelspänesäcke: wenn es reines holz ist können diese für den kompost/garten oder für die tiere verwendet werden. Ansonsten kommen diese in den container.

> abschnitte: brennholz in harassen(klein geschnitten)

kosten genossenschafter_innen

> 1 anteilschein à 500.- fr (rückerstattung bei austritt)

> beteiligung für infrastruktur & lager

> werkstatt: vollzeitnutzung 500.-fr/monat.

> der stundenansatz für regiearbeiten beträgt 100.- fr
für genossenschafter*innen beträgt der stundenansatz 85.- fr

> verbrauchsmaterial wird separtat verrechnet

bauplatz mietkosten:

> Bauplatzkosten: 500.- fr/monat, inklusive Nebenkosten und mitbenutzung des Aufenthaltsraumes und der allgmeinen Einrichtung.
NB. intensive nutzung der stationärmaschienen und Auftragsarbeiten werden extra verrechnet.

> alle mietenden sind verpflichtet, sich am hausdienst zu beteiligen (z.b. brennholz, küche, recycling, container, vorplatz, allgemeine ordnung )

> die mieten sind unaufgefordert monatlich VOR monatsbeginn auf das konto der genossenschaft holzlabor einzuzahlen.

essen/verpflegung:

> zwischenverpflegung: getränke, café, tee, imbiss selbst organisieren, geschirr etc. wieder wegräumen.

Befinden:

> auf wunsch oder aus konkretem anlass kann ein fest gefeiert werden.

> ebenso kann eine befindungsrunde einberufen werden. die anwesenden haben raum mitzuteilen, was sie beschäftigt. es geht in erster linie um soziale themen und persönliches befinden und nicht um alltagsgeschäfte

vielen dank fürs berücksichtigen und mithelfen.

werden die bedingungen nicht eingehalten und es entsteht einen aufwand wird dieser zu unseren ansätzen verrechnet. (zbsp: werkstatt unaufgeräumt hinterlassen)