Depotlabor

Depotlabor

Wie versprochen öffnen wir hier für euch die Tore vom alten Busdepot für einen Einblick in die vielfältigen Tätigkeiten im und um das Depot. Viel Vergnügen beim Durchstöbern.

Eingabe Depotlabor (PDF)

Christoph Moser: Kanubau

Im Holzlabor an der Tösstalstrasse habe ich einen Werkplatz gefunden, um einer persönlichen Leidenschaft nachzugehen: Ich baue hier in meiner Freizeit Kanadier in Leistenbauweise nach Anleitung und Plänen von Ted Moores. Für die Boote verwende ich einheimische Hölzer wie Lärche, Esche, Ahorn und Nussbaum.  Ich freue mich über den Austausch mit den jungen Schreinerinnen und Wagnern vom Holzlabor sowie den  Wagenbauern in der Halle. Meine Kanus fahre ich auf ruhigen Gewässern wie dem Greifensee, Bodensee oder auf naturbelassenen Flüssen in Frankreich wie z. B. der Dordogne.

Holzlabor: Wagenbau | Schreinerei

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Vor eineinhalb Jahren sind wir im alten Busdepot an der Tösstalstrasse 86 in Winterthur in der Halle 8-11 eingezogen und haben seit diesem Jahr nebenan eine Holzwerkstatt eingerichtet. Die Räume sind mit 7m Höhe für den Wagenbau ideal. Wir nutzen diese zusammen mit anderen Wagen bauenden, einem Kanu- sowie einem Restauratoren und
Instrumentenbauer.

Als Pendant zum Hof in Thalheim an der Thur wo sich nach wie vor die Werkstatt mit der Biegerei und dem Holzlager befinden haben wir einen Platz zum Schaffen, Leben und Lernen in der Stadt Winterthur eingerichtet. Wir möchten nebst einer professionellen Werkstatt auch ein Ort des Austausches und gegenseitigen Lernens sein.

Klemens Pasoldt: Skulpturen

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Der Eichenstamm wiegt schon mal 2,5 Tonnen, wenn er aus dem Forst zu mir auf den Werkplatz kommt. 90 Jahre Waldenergie, mit der ich eine Skulpturenidee verwirklichen darf. Die Formidee hat sich bereits mit zahlreichen Skizzen und plastischen Entwürfen aus Gips oder Hartschaumstoff verdichtet und will nun auf rund 3,5m Grösse in massives Holz übertragen werden – geleitet werde ich dabei durch mein künstlerisches Thema. Natürlich machen die Kettensägen die gröbste Arbeit, aber Schnitzeisen und Handraspeln kommen auch immer für Feinarbeiten zum Einsatz.

Ja – ohne Frage, Holz ist mein künstlerisches Ausdrucksmedium. Neben dem klassischen Holzbildhauen habe ich eine weitere Holztechnik für das plastische Gestalten entwickelt. Brennholz wird zu kleinen Holzteilchen geschnitten und gespalten. Durch Verkleben der Teilchen lassen sich geschwungene Wände, aber auch scharfe Kanten und Ecken formen.
Bei mir entstehen in dieser aufbauenden Holztechnik immer wieder verschiedenste Hohlräume – Resonanzkörper, die innen farblich gefasst sind und aussen eine Haut aus Carbongewebe bekommen (vgl. Skulpturen Froschkönig oder Far and away) – Wesen, die mit mir kommunizieren wollen. Jedoch brauche ich immer einige Zeit, bis ich verstehe, was
sie mir sagen wollen. Aber das ist künstlerisches Arbeiten – Dinge mit Hingabe und Demut entstehen lassen und erst später zu verstehen.

Marcel Bernet: Bildhauer

Mich interessiert der Weg zum Kern – als Bildhauer begegne ich dem, was im Baum wartet. Der erste Dialog entsteht zwischen mir und dem Holz. Der Stamm hält dagegen, unterstützt, entzieht sich. Das zweite Gespräch bestimmen Pigmente und Pinsel. Der dritte Austausch berührt das Auge der Betrachter: Meine Figuren zwinkern ihnen zu.

Meine Figuren entstehen nur mit Motorsäge und Pinsel; sie sind immer figürlich und zeigen Menschlich-allzu-Menschliches, die Ironie des Hier-Seins. Einzel- und jurierte Gruppenausstellungen, unter anderem Jedlitschka Gallery Zürich, Triennale der Skulptur Bad RagARTz, Chilehügel Bülach oder Klus Park Stadt Zürich.

www.marcelbernet.ch

Martin Vogelsanger: Instrumentenbau & Restaurierungen

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Arbeiten 1995/2019

Solinetz: Intensivdeutschkurse in Winterthur

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Die Intensiv-Deutschkurse von Solinetz Winterthur sind ein Angebot an Personen mit Flüchtlingshintergrund und Sans-Papiers, denen keinerlei Geld für Deutschkurse zur Verfügung gestellt wird. Gegen 70 Lehrkräfte und Assistierende unterrichten freiwillig, d.h. ohne Lohn, in über 10 Klassen von der Alphabetisierung bis zum C2-Kurs. Wir arbeiten intensiv mit der Stadt Winterthur und mit vielen anderen Gemeinden im Kanton Zürich zusammen. Auch Menschen aus Notunterkünften besuchen Kurse bei uns. Das Zentrum dieser Deutschkurse ist das alte Busdepot.

Was Solinetz für unsere Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmer heisst

(Aussagen aus der aktuellen C1-Klasse)

Unterricht bei Solinetz ist für mich ein Schlüssel zur Schweiz. Beim Unterrichten lerne ich nicht nur die Grammatik und neue Wörter und Ausdrücke, sondern auch alles über die Schweiz. (39 Jahre, Türkei)

Unterricht bei Solinetz ist für mich ein gutes Gefühl, ein Teil dieser Familie zu sein. (25 Jahre, Türkei)

Unterricht bei Solinetz ist für mich eine Möglichkeit, mein Deutsch zu verbessern, auch wenn das nicht immer so leicht ist. (30 Jahre, Tibet)

Unterricht bei Solinetz ist für mich genau der richtige Deutschkurs. Wenn ich das System und die Personen bei Solinetz sehe, weiss ich, dass es immer noch Menschen gibt, die ein grosses Herz haben. Ich habe hier bisher viel gelernt, besonders mit einem Wortschatztraining, das ein echter Trendsetter ist. (30 Jahre, Türkei)

Unterricht bei Solinetz ist für mich ein erster Schritt zur Integration und ein Ort, wo ich ernst genommen werde. (27 Jahre, Tibet)

Unterricht bei Solinetz ist für mich ein Privileg. Einen besseren Kurs habe ich bisher nicht erlebt. Solinetz bietet uns nicht nur einen Kurs, sondern auch eine warmherzige Atmosphäre wie in einer Familie.

Unterricht bei Solinetz ist für mich der wichtigste Schritt auf dem Weg zum Deutschlernen. Solinetz verleiht mir die Chance, diese schöne Sprache zu lernen. (23 Jahre, Syrien)

Winterthurer Geflüchtete im Film

Leider musste die Kundgebung „Geflüchtete haben das Wort » vom Samstag, 31. Oktober 2020 wegen Corona abgesagt werden.

Das ist sehr schade, denn wir haben viel in die Vorbereitung investiert. 22 Rednerinnen und Redner haben ihre Statements geübt und wären bereit gewesen für ihren Auftritt auf dem Münsterhof in Zürich. 

Aber wir werden den Anlass zu einem späteren Zeitpunkt durchführen. 

Die Kampagne „Bildung für alle jetzt – Geflüchteten den Zugang zur Bildung ermöglichen“ und die entsprechende Petition laufen weiter (siehe www.bildung-jetzt.ch und https://bildung-jetzt.ch/aktionen!)

Winterthurer Geflüchtete aus Solinetz Intensivdeutschkursen im Film

13 Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmer von Solinetz in Winterthur erzählen im Film über ihre Erfolge und Misserfolge in der Bildung in der Schweiz – berührende Geschichten, die filmisch festgehalten worden sind.

Film: Geflüchtete haben das Wort
Geflüchtete aus dem alten Busdepot im Winterthurer Landboten
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