wagenbau

 

Planung, Verwendungszweck
Ein Wagen ist dafür gemacht, mobil zu sein. es empfiehlt sich deshalb, ihn nicht allzu gross und möglichst leicht zu bauen. Je nach dem, wofür ein Wagen genutzt werden soll. z.B. Wohnen, Zirkus, Schulzimmer, Übungsraum, Marktstand, Labor, Kino, Werkstatt, Küche, Bienenwagen … Je nach Art wie der ­Wagen bewegt werden soll, also mit Pferden, Traktor, Auto oder Lastwagen, ­werden die Masse und das Chassis fest­elegt. wenn der Wagen oft bewegt wird, ­jedoch über kurze Distanzen, ist ein Fahrgestell, das auf eine Fahrgeschwindigkeit von 30 bzw. 40 km/h begrenzt ist vorteilhaft. Dies ist die einfachste und kostengünstigste Variante. Sie benötigt am wenigsten Wartung. Möglich ist auch den Aufbau auf einen Holzwagen, Auto- oder Lastwagen­ Anhänger zu realisieren.

 

Rahmen, Grundkonstruktion
Wir achten grundsätzlich darauf, dass die Konstruktion möglichst stabil, leicht und flexibel ist. Deshalb verwenden wir für die Grundkonstruktion Eschenholz. Es ist langfaserig, hart, biegbar und dauerhaft. Für den Boden, die Wände und das Dach werden einzelne Rahmen gebaut, so können auch einzelne Teile angepasst oder wenn nötig repariert werden. die Latten (Träger) für das Dach werden gedämpft, gebogen und so in die gewünschte­ Form gebracht. die Einzelteile sind mit Schlitzzapfen Verbindungen zusammengefügt und mit Holznägeln fixiert.

Boden, Wand, Dämmung, Aussenschalung, Dachschalung, Innenverkleidung
Die Grundkonstruktion wird beidseitig ver­kleidet. Auf der Aussenseite erst mit einer Aussendämmung Hinterlüftung und mit horizontalen Schalungsbrettern. Lärche, Föhre, Pappel, Eiche etc., die Wände auf der Innenseite mit Sperrholz (z.  Birke, Kiefer), der Boden mit Holzfaserplatten oder mit ­Riemen. Die Konstruktionsebene wird mit Holzfaserplatten oder Wolle (oder anderen natürlichen Isolationsmaterialien) gedämmt.

Fenster und Türen
Fenster und Türen werden je nach Wunsch auf Mass angefertigt. Ebenfalls möglich ist es bestehende Fenster zu verwenden (die Konstruktion wird der Fenstergrösse angepasst).

Einbauten, Ofen, Elektroinstallationen, Sanitärinstallationen
Je nach Bedarf bauen wir Regale, Küche, Bett, Tisch etc. ein. die sinnvollste und einfachste Variante einen Wagen zu beheizen­ ist mit einem Holzofen oder -Herd. Dieser sollte nicht zu gross sein. Eine Leistung von 2-3KW reicht für das Volumen eines Wagens mit entsprechender Dämmung bestens aus. Der Wagen kann mit Sonnenkollektoren ausgestattet werden, um vom Netzstrom unabhängig zu sein, oder mit einer herkömmlichen Elektroinstallation versehen werden. Wenn Sanitärinstallationen vorgenommen werden, ist es empfehlenswert, diese Aufputz und gut zugänglich zu installieren.

Weshalb
Ein Wagen ist mobil, ist nicht an einen bestimmten Ort gebunden. Dies bietet mehr Bewegungsfreiheit. Wer im Wagen lebt ist mehr draussen und erlebt das Wetter und die Umwelt unmittelbarer. Das Leben im Wagen ermöglicht und fördert mehr Autonomie und einen bewussten Umgang mit Heizenergie, Strom etc. im Alltag. für den Bau des ­Wagens wird kein Zusätzliches Land verbaut und versiegelt. es bietet sich an, einen Wagen als Ergänzung zu bestehenden Räumen zu nutzen und zu bewohnen. Sowohl für den Bau, wie auch für die nutzung eines Wagens ist der Ressourcen­verbrauch wesentlich geringer als für ein Haus, bzw. eine Wohnung.